Bergheim (red). Nachdem im Zuge der
Rekultivierung des ehemaligen Tagebaus Bergheim bei Verwaltung und
RWE Power AG verstärkt Wünsche und Anregungen für
Erinnerungsstätten auf diesem Gelände eingegangen waren,
wurde sich in zahlreichen Abstimmungsgesprächen zwischen der
RWE Power AG, einzelnen Interessenvertretern wie zum Beispiel den
Ortsvorstehern, dem Heimatverein Oberaußem, politischen
Vertretern sowie der Verwaltung darauf verständigt,
konzeptionelle Lösungsansätze zu finden, wie diesen
vielfältigen Wünschen und Vorschlägen in
abgestimmter und ansprechender Weise entsprochen werden kann.
In der Folgezeit sammelte die Verwaltung die unterschiedlichen
Wünsche und Anregungen und verarbeitete sie - in enger
Abstimmung mit der RWE Power AG - zu einem
Erinnerungsstättenkonzept.Dabei wurden auch die mittlerweile
linienbestimmte Verbindungsstraße K22n durch den Tagebau
Bergheim, diverse Fahrradroutenkonzepte wie zum Beispiel
RadRegionRheinland, das Tourismuskonzept der Stadt Bergheim und die
Verknüpfung mit dem Naherholungsbereich des benachbarten
ehemaligen Tagebaus Fortuna berücksichtigt.
Die Vision: Ein Naherholungsgebiet rekultivierter Fläche des
Tagebaus Bergheim.
Auf der mehr als 640 Hektar großen rekultivierten Fläche
des Tagebaus entwickel sich ein stadtnaher Erholungsraum. Damit
erhält die Region rund um die Kreisstadt Bergheim ein
Stück Lebens- und Wohnqualität zurück.
Die Fläche des alten Tagebaus Bergheim ist in zwei große
Bereiche aufgeteilt: zwei Drittel sollen der landwirtschaftlichen
Nutzung dienen und ein Drittel wird Waldgebiet. Variierende
Böschungen, abwechslungsreiche Bepflanzungen und Lichtungen
werden dabei im nördlichen Bereich, dem rund 100 Hektar
großen "Bethlehemer Wald", entstehen. Im Süden
befinden sich zwei weitere Waldgebiete, der Hasenwinkel und der
Steinbusch. Gehölzstreifen stellen die Vernetzung der Biotope
im Norden und Süden sicher.
Mit Hilfe des bereits heute freigegebenen 40 Kilometer langen
Wanderwegenetzes wird sich dem Fußgänger und Radfahrer
die sich im Wachstum befindliche Landschaft erschließen.
Obwohl sich das Tagebaugebiet offiziell noch unter Bergaufsicht
befindet, sind die Wege bereits heute für die Nutzung durch
Erholungsuchende frei gegeben und werden schon sehr gut angenommen.
Die Wanderwege sind mehr als eine Verbindung zwischen mehreren
Orten. Ziel ist es, dem Benutzer den Raum, in dem er sich bewegt,
mit seinen landschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten
näherzubringen, ihn als Erlebnisraum erfahrbar zu machen. Dazu
wurden an typologisch bedeutsamen Orten Erinnerungsstätten
beziehungsweise Schautafeln eingerichtet, welche in passender
Didaktik Themen und Inhalte vermitteln. Rastmöglichkeiten in
angemessenen Abständen laden zum Verweilen ein. Auf diese
Weise sollte eine Orientierung und Ortsbestimmung in dem
großen Gelände jederzeit leicht möglich sein.
Finanziert werden die einzelnen Erinnerungsstätten, das
Gipfelkreuz sowie die Möblierung fast ausschließlich
durch die RWE Power AG. Die Unterhaltung wird später auf die
Kreisstadt Bergheim übergehen. Am Sonntag, 20. Mai, laden RWE
Power und die Stadt Bergheim zur feierlichen Übergabe des
Naherholungsgebiets ehemaliger Tagebau Bergheim ein. Von 11 Uhr bis
17 Uhr können die Bürger bei einer Vielzahl von
Programmpunkten für die ganze Familie den "Raum
entdecken" und "Erinnerungen erleben": Nach einer
von der Verwaltung organisierten Sternwanderung zum Gipfelkreuz,
die von verschiedenen Startpunkten in Bergheim ausgeht, werden auf
dem Veranstaltungsgelände am Parkplatz der ehemaligen
Tagesanlagen Oberaußem an der Werkstraße
Planwagenfahrten, Hüpfburg, RWE Erlebniswelten, E-Bike-Touren,
Catering und vieles mehr angeboten. Ein Shuttlebus wird die
Besucher wieder bequem zu den Startpunkten zurückfahren.
Auf das detaillierte Programm wird auf der Homepage der Kreisstadt
Bergheim unter www.bergheim.de sowie www.bergheim-700.de
hingewiesen.
Erinnerung erleben
Übergabe des Naherholungsgebiets auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Bergheim
Letzte Änderung: Donnerstag, 10.05.2012 14:34 Uhr
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