Brühl/Berlin. Neben ihren parlamentarischen
Verpflichtungen hatten Gabriele Molitor, Detlef Seif und Willi
Zylajew am Dienstag Gelegenheit, den rheinischen Frohsinn als
Exportschlager in die Bundeshauptstadt zu bringen.
Mit dem Besuch des Brühler Dreigestirns Prinz Leo
I., Bauer Hans und Jungfrau Rolfine zog der Karneval dabei auch in
den Deutschen Bundestag ein.
Die Bundestagsabgeordneten hatten für die Tollitäten und
ihr Gefolge einen spannenden und informativen Nachmittag im
Bundestag vorbereitet. Nach einem gemeinsamen Gespräch und
einem ausführlichen Blick hinter die Kulissen des Parlaments
zogen die Jecken und ihre Wahlkreisabgeordneten weiter auf die
Fraktionsebene des Reichstagsgebäudes.
Hier zogen sie nicht nur die Aufmerksamkeit der versammelten
Hauptstadtpresse auf sich, sondern auch die neugierigen Blicke
zahlreicher Parlamentarier - eine Gelegenheit, die zu zahlreichen
spontanen Ordensverleihungen führte. Neben Gabriele Molitor,
Detlef Seif und Willi Zylajew wurden Bundesarbeitsministerin Ursula
von der Leyen, Umweltminister Norbert Röttgen,
Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, der
CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, FDP-Fraktionschef Reiner
Brüderle, FDP-Generalsekretär Patrick Döring und
zahlreiche andere Abgeordnete und Regierungsvertreter mit der
Prinzenspange des Brühler Dreigestirns ausgezeichnet. Seif:
"Da haben die Kollegen ganz schön gestaunt. Das
Brühler Dreigestirn hat den Bundestag im Sturm erobert."
Mit ihrem Motto "Mer Bröhler fiere all zosamme - un mir
drei meddendrin" war das Dreigestirn innerhalb kürzester
Zeit Dreh- und Angelpunkt vor Beginn der Sitzungen der
Bundestagsfraktionen. Für Zylajew ist dies leicht zu
erklären. "Eine frohe Schar rheinischer Narren bringt
eben gute Laune ins frostige Berlin."
Für die tollen Tage haben sich Leo Krämer, Hans Hoffmann
und Rolf Lublinsky, so die bürgerlichen Namen von Prinz, Bauer
und Jungfrau, daher auch vorgenommen, für alle Brühler da
zu sein und den Karneval zu den Menschen zu bringen, die nicht mehr
aktiv teilnehmen können. Seniorenwohnheime und
Krankenhäuser gehören dabei ebenso dazu wie Einrichtungen
für Menschen mit Behinderung. Molitor lobte dieses Engagement
am Rande des Treffens ausdrücklich: "Ihnen allen
gebührt eine Medaille. Für Ihre harte Arbeit während
der fünften Jahreszeit, und dafür, dass Sie alle Menschen
mit einbeziehen wollen."
Nach der abschließenden Besichtigung der Reichstagskuppel
verabschiedete sich das Dreigestirn wieder. Allerdings nur bis zum
gemeinsamen Besuch mit den Abgeordneten im Berliner Gaffel-Brauhaus
am Abend. Hier konnten noch einmal die Erlebnisse des Tages
diskutiert und mit einem Glas Kölsch angestoßen werden.
Nach ein paar gemütlichen Stunden blieb allen Beteiligten zum
Abschied nur noch zu rufen "Dreimal Bröhl Alaaf!".
Vill Spass an d'r Freud in Berlin
Brühler Dreigestirn besuchte den Bundestag
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