Wer helfen will braucht viel Fleiß und Ausdauer

Die KiTa Burgwichtel wurde "Familienzentrum"

Von Kirsten D'Angeli

Kendenich. "Man bewirbt sich beim Jugendhilfeausschuss, muss Forderungen erfüllen, ein Jahr hart arbeiten, einen Ordner nach Berlin senden. Dann gibt es eine Ortsbegehung und mit viel Glück bekommt man ein Gütesiegel." So erklärt Renate Meiß, die Leiterin der Kita Burgwichtel in Kendenich, wie aus dem Kindergarten ein Familienzentrum wurde.
Die Kindertagesstätte ist eine wichtige Anlaufstelle für die ganze Familie geworden. Als Ort der Begegnung und als Ort der Information. Ziel ist es, die Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder mit einem Angebot an Beratung und Hilfe für die ganze Familie "unter einen Hut" zu bringen.
Das Familienzentrum kooperiert mit anderen Institutionen. So gibt es neben dem Elterncafé beispielsweise Entspannungskurse für Kinder. Das Familienzentrum kann auch logopädische Praxis sein, mit Diagnostik und Beratung. Es gibt Kurse für Väter und Söhne, Mutter-Kind-Turnen, aber auch Kurse wie "Eltern sein - Paar sein" sind wichtige Lehrgänge mit dem Ziel Familien als Ganzes zu stärken.
Inzwischen gibt es sieben Familienzentren in Hürth. Hierzu gehört auch ein Verbundfamilienzentrum, bei dem sich insgesamt drei, in räumlicher Nähe befindliche, Kindertagesstätten zu einem gemeinsamen Familienzentrum zusammengeschlossen haben. Zu den insgesamt fünf Gruppen der Burgwichtel zählen derzeit auch zwei Gruppen "U3" Bürgermeister Walther Boecker konnte bei der feierlichen Ernennung zum Familienzentrum mitteilen, dass der Ausbau der "U3-Gruppen" in Hürth derzeit bei 27 Prozent liegt. "Bis Mitte nächsten Jahres werden wir bei 37 Prozent sein. Wir erfüllen damit die gesetzlichen Vorgaben, aber ob das ausreichen wird, wird sich zeigen. Wir haben die Situation, dass die Kinderzahlen nicht sinken, und der Bedarf muss natürlich gedeckt werden!".
Es tut sich was in Hürth. Die neuen Ausbauten werden alle von freien Trägern durchgeführt, teilweise mit privaten Investoren, teilweise städtisch. So ist die Stadt beispielsweise Bauherr bei der Kita in der Mühlenstraße, während die Diakonie als Träger fungiert. In Alstädten-Burbach sind es private Investoren, während die Lebenshilfe die Kita betreibt und in der Sudetenstraße sowie in Berrenrath sind zwei Kindergärten im Bau, die durch die Firma Froebel betrieben und die Gold-Krämer-Stiftung finanziert werden.

Letzte Änderung: Mittwoch, 01.02.2012 13:05 Uhr

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