Spurensuche im Rheinland

Herausgeber Dr. Karlheinz Gierden stellt Buch vor

Brauweiler (bn). "Das Rheinland - Wiege Europas? Eine Spurensuche von Agrippina bis Adenauer", so lautet der Titel des Buches, das im Gierdensaal der Abtei Brauweiler vom Herausgeber Dr. Karlheinz Gierden, unter Mitarbeit seiner Tochter Dr. Marion Gierden-Jülich, der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Jede Epoche der Geschichte hat seine eigenen Vorstellungen und Leistungen für ein geeintes Europas, dessen gemeinsame, attraktive Essenz die Idee des Miteinanders ist. Vor diesem Hintergrund porträtieren zehn Autoren der Geschichte und Politikwissenschaftler zwölf historische Persönlichkeiten des Rheinlandes und ihr 'europapolitisches' Wirken im jeweiligen historischen Kontext. Unter ihrem Einfluss entwickelte sich das Rheinland zu einer Wiege Europas. Den noch heute sichtbaren Spuren, den diese Persönlichkeiten hinterlassen haben, geht der nun vorliegende Band nach.
Der Berichtszeitraum beginnt vor zweitausend Jahren, bei Agrippina und der rheinisch-römischen Koloniegründung und endet beim ersten Kanzler der jungen Bundesrepublik, Konrad Adenauer und dem gemeinsamen Auftritt mit dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle vor dem Kölner Rathaus.
Die Botschaft des Muntermachers für müde Europäer ist eindeutig. "Es ist ein Plädoyer für Europa und ein Engagement für die weitere Einigung des Kontinents. Die aktuelle Krise und Sorge um den europäischen Zusammenhalt und das Erscheinen des Buches ist allerdings Zufall" so die Mitherausgeberin Marion Gierden-Jülich. Für Anhänger der europäischen Idee ist es ein richtiges Buch zur richtigen Zeit. Dringend gilt es den europäischen Horizont zu erweitern, der zunehmend durch die Euro-Krise auf einen reinen wirtschaftlichen Aspekt verengt wird. Europa ist mehr als ein "Verein, den nur noch die Beiträge seiner Mitglieder am Leben erhalten, der aber schon lange vergessen hat, was einmal das Motiv seiner Gründung gewesen war" so Karlheinz Gierden im Vorwort der Ausgabe. Auch wenn für junge Menschen das grenzenlose Europa heute eine Selbstverständlichkeit ist, bedarf es für eine größere Langlebigkeit einer Reanimation der europäischen Idee. Schließlich hat das Europa, das wir heute kennen, schon im alten Reich die staatliche Gestaltung für das Miteinander der Europäer gefunden. Entsprechende Spuren finden sich im Rheinland. Belege liefert dieser Band. "Das Rheinland - Wiege Europas?", 288 Seiten, gebunden, ist erhältlich im Bastei-Lübbe-Verlag.

Letzte Änderung: Dienstag, 06.12.2011 14:40 Uhr

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