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Fahren Sie vorsichtig!

Tipps und aktuelle Fahrberichte - exklusiv von Motorjournalist Werner Müller


Auf allen Vieren geht es besser

Schnee und Eis im Rheinland, Urlaub mit Wintersport: Wohl dem, der ein Fahrzeug mit Allradantrieb hat. Denn damit fährt man souveräner

Bei der Ski-Weltmeisterschaft tragen Maria Riesch und Co Audi quattro-Schriftzüge. Wer gerne Biathlon anschaut, entdeckt im Hintergrund BMW xDrive und wird in Werbepausen mit dieser Technik berieselt. Bei der Vierschanzen-Tournee der Skispringer erhielt Thomas Morgenstern als Siegerauto einen Subaru. Zufall? Nein. Denn zufällig sind alle drei Automarken stark im Geschäft mit Allrad-Automobilen engagiert. Und da bieten sich das Sponsoring und die Werbung im Umfeld des Wintersports geradezu an. Denn bei diesen Wetterbedingungen spielt der Allradantrieb seine Stärken aus: Optimale Kraftübertragung, je nach Technik variabel auf die vier angetriebenen Räder, Spurstabilität bei Schnee und extremer Nässe.

 

Normalerweise haben kleinere und kompakte Automodelle Frontantrieb, starke Fahrzeuge bis hin zu Sportwagen werden von den Hinterrädern angetrieben. Doch der Antrieb aller vier Räder, der Allradantrieb, ist nicht nur der Standardantrieb bei Geländewagen und SUV, sondern kommt immer mehr bei normalen PKW und auch Sportwagen in Mode. 2010 betrug der Zulassungsanteil der Allrad-Fraktion in Deutschland 11 Prozent oder 321629 Fahrzeuge. Im Januar 2011 kletterte der Allradanteil laut KBA sogar auf 13,1 Prozent und 27 570 Fahrzeuge.

 

Den Antrieb aller vier Räder gibt es schon seit 1900. Doch erst die Installation der Allrad-Technik in Serienfahrzeuge, die der geniale Techniker Ferdinand Piëch 1980 in einem Audi quattro in Gang setzte, brachte den Durchbruch und die Popularität, die Allrad-Pkw heute genießen. 

 

Doch was bringen eigentlich die vier angetriebenen Räder? Der Allradantrieb, kurz Allrad, AWD oder 4WD genannt, erlaubt durch die bessere Traktion die Möglichkeit, auch höhere Motorleistungen auf die Straße zu bringen. Und das bei verbesserter Fahrstabilität. Durch eine variable Verteilung der Antriebskräfte auf die Vorder- oder Hinterräder oder sogar auf einzelne Räder fahren sich moderne Allradfahrzeuge ähnlich leicht wie front- oder heckgetriebene Automobile. Je nach Kraftverteilung, elektronisch oder hydraulisch gesteuert, produziert ein Allradfahrzeug abhängig von Fahrbahnoberfläche und Straßenzustand sogar ein über- oder untersteuerndes Fahrverhalten. Wird ein Kurve zu schnell durchfahren, vor allem auf verschneiter oder nasser Piste, dann ist ein Fahrzeug mit Allradantrieb leichter zu beherrschen als ein front- oder heckgetriebenes Automobil.
Der Allradantrieb hat aber auch Nachteile. Die Zusatztechnik erhöht das Gewicht und damit den Verbrauch. Und er ist teurer in der Anschaffung.

 

Mein Tipp: Wer im Westerwald oder im Bergischen wohnt, sehr viel unterwegs ist, oder einfach auf Schnee und Eis ein sicheres Gefühl haben will, der sollte sich den Allradantrieb gönnen. Ein moderner PKW oder Kompakt-SUV mit Allrad ist eine sichere Alternative. Optimal ist die Kombination mit einem drehmomentstarken Dieselmotor.

Foto: Subaru
Allrad-Technik als Verkaufsargument: Subaru stiftete auch 2011 einen Forester für den Gesamtsieger der Vierschanzen-Tournee, Thomas Morgenstern.
Letzte Änderung: Montag, 07.11.2011 14:31 Uhr

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