Brühl. Der schnellen Reaktion von zwei
automatischen Brandmeldern ist es zu verdanken, dass am 24. August
ein Feuer im UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Augustusburg nur
geringen Sachschaden verursacht hat.
In einem nicht besetzten Technikraum war das Netzteil eines
Computers in Brand geraten. Die installierten Bosch-Brandmelder
erkannten die Brandgase so frühzeitig, dass die automatisch
alarmierte Brühler Feuerwehr den Brand löschen konnte,
bevor Feuer oder Rauch auf weitere Räume übergreifen
konnten.
Ein solches Übergreifen hätte zu erheblichen Schäden
an dem als Meisterwerk des Rokoko anerkannten Bauwerk führen
können. "Schloss Augustusburg wurde im 18. Jahrhundert
erbaut, und natürlich ist hier rundum fast alles aus
Holz", sagte Udo Richter, Mitarbeiter der Schlossverwaltung.
"Zum Glück konnte sich die Feuerwehr jedoch darauf
beschränken, den völlig verrauchten Technikraum mit
starken Gebläsen zu lüften und den Brandherd zu
löschen."
Trotzdem wurde das gesamte Schloss vorsorglich mit Ansteuerung der
ELA-Anlage evakuiert, wobei die moderne Brandmeldeanlage auch
automatisch den Aufzug stoppte, ihn in das Erdgeschoß
steuerte, alle Lüftungsanlagen ausschaltete,
Brandschutzklappen schloss und der Feuerwehr die Einfahrtsschranke
zum Schlosspark öffnete.
Die im Schloss Augustusburg installierten Brandmelder wurden
speziell für die Brandfrüherkennung entwickelt. Sie
reagieren nicht nur auf Rauch und erhöhte Temperaturen,
sondern auch auf sehr geringe Konzentrationen von typischen
Brandgasen, die sich schon ausbreiten, bevor Flammen und Rauch
erkennbar sind. So können sogenannte Entstehungsbrände
erkannt und gelöscht werden, noch bevor großer Schaden
entsteht.
Brand im Schloss Augustusburg endete glimpflich
Detektoren sorgten für automatische Alarmierung der Feuerwehr
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