von Jan L. Dahmen
Einen ziemlich steilen Aufstieg haben die Kicker von Germania
Geyen hinter sich. Als Aufsteiger aus der Kreisliga A erreichte die
Elf um Spielertrainer René Schillings auf Anhieb Tabellenplatz
drei. Und geht es nach der Mannschaft - um die sich in Geyen
bekanntlich alles dreht - darf es in der kommenden Spielzeit ruhig
noch ein bisschen mehr sein.
Allerdings - so ganz ohne Querelen ging es bei der Germania auch
diesmal nicht ab. Denn bevor die Elf so richtig durchstarten
konnte, musste erst einmal Trainer Jakob Welter gehen. Der war zwar
gerade erst gekommen, stand aber mit seinen Vorstellungen von
Fußball und Teamgeist offenbar ziemlich allein auf weiter
Flur. Konsequenterweise kam die Ablösung für Welter aus
dem Kader selbst: René Schillings übernahm und mit ihm
kam der Erfolg.
Bei den Planungen für die neue Saison kamen Schillings seine
offensichtlich ausgezeichneten Kontakte in die Nachbarschaft zu
gute. Das Ergebnis: Allein aus der A-Jugend des SC Fliesteden
kommen fünf der sieben Neuzugänge. Und die werden mit
reichlich Vorschusslorbeeren versehen. Nils Brasche und Finn-Lukas
Springer sollen neben den etablierten Torjägern Mert
Güngören und Maxim Pasulko in Geyen für Tore sorgen.
Damit die Versorgung mit Zuspielen aus dem Mittelfeld funktioniert,
wird Routinier Chris Roth weiter die Ballverteilung im Mittelfeld
organisieren und kann sich dabei neben den bereits eingespielten
Akteuren wie Rafael Leder auf den 20-jährigen Christopher
Kamien aus Weiler Volkhoven verlassen. In der Abwehr kommt
künftig neben den bewährten Kräften wie
Torhüter Gerrit Ückert, Bastian Göddertz und
René Schillings auch Dominik Fuchs vom FC Pesch zum Einsatz.
"Die Mannschaft ist mit Sicherheit ausgeglichener und besser
besetzt als noch in der Vorsaison", sagt Kapitän Chris
Roth. "Und René bringt sehr viel Fachwissen mit. Die
Jungs verstehen ihn und können das umsetzen!" Und waren
es bislang eher die brillanten Einzelaktionen, die der Germania die
Treffer bescherten, soll künftig die Mannschaft geschlossener
auftreten und auch gemeinsam Erfolge erzielen.
Man will also ganz oben mitspielen und freut sich auf die
zahlreichen Lokalderbys. Die Gegner, die es wirklich zu schlagen
gilt, kommen woanders her. Fischbach wird genannt. Und bei den
Dürener Mannschaften müsse man "mal sehen".
Aber mit dem Vorstand und den Zuschauern im Rücken will man es
schaffen. Chirs Roth: "Wir sind alle topfit und
hochmotiviert!"




