von Holger Bienert
Endlich hat der VfR Sinnersdorf 1928 sein erklärtes Ziel
erreicht: Aufstieg in die Kreisliga B, nach drei Jahren Abstinenz.
Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Kontinuität. Andreas
Siwek geht mittlerweile in seine vierte Trainersaison beim VfR
Sinnersdorf. Und der 32-Jährige kann auf einen stabilen und
vor allem eingespielten Kader zurückgreifen. Mit Andreas
Keppler verließ nur ein Akteur den Verein. "Jetzt steht
an erster Stelle der Klassenerhalt. Alles andere wird sich
zeigen", legt der Trainer die Meßlatte bewusst tief. Das
Vertrauen in seinen Kader ist allerdings mit den Erfolgen
gewachsen. "Wir haben uns im letzten Jahr als Mannschaft
insgesamt positiv entwickelt und über ein Jahr eine hohe
Konstanz an den Tag gelegt." Die Resultate der vergangnen
Saison verweisen auf eine starke Defensive und einen
torgefährlichen Angriff. Warum also nicht mehr?
"Uns ist es leider nicht gelungen, im Vorfeld der kommenden
Saison die Breite des Kaders zu verbessern", sagt der Trainer.
Lediglich zwei Spieler, der defensive Mittelfeldakteur Stephan
Maier und Torhüter Nick Mauch, fanden vom Pulheimer SC den Weg
nach Sinnersdorf. Weitere potentielle Neuzugänge zogen ihre
Zusagen zurück.
Den Abwehrverband wird Siwek auf eine Viererkette umstellen. Die
überaus wichtige Rolle des Organisators auf dem Platz soll
Innenverteidiger Stefan Reuber übernehmen. "Er ist ein
erfahrener Spieler und kann die Kommandos geben." Neben Reuber
soll Andi von Hagen in der Innenverteidigung stehen. Fraglich nur,
ob der 40-Jährige die laufintensive Arbeit über 90
Minuten verrichten kann.
Besonders im Mittelfeld sieht Siwek seine Jungs auf einem guten
Weg. "Thomas Kokoscha hat noch enormes Entwicklungspotenzial.
Und auch unser Kapitän Kevin Neuber hat mit seinen 22 Jahren
noch viel Luft nach oben." Wichtig ist ein guter Start in die
Saison, damit nicht gleich zu Beginn der Abstand nach oben zu
groß wird. Wie heißt es doch auf der Homepage des VfR
Sinnersdorf: Die Kreisliga B soll nicht das Endziel sein.



