von Holger Bienert
In Anbetracht der jüngeren Historie des Vereins drängt
sich bei der SV Grün Weiss Brauweiler 1961 im Vorfeld der
kommenden Saison besonders eine Frage auf: Kann der Club, der noch
vor drei Spielzeiten sehr heftig an die Tür der Verbandsliga
klopfte, den freien Fall endlich stoppen, oder steht am Ende der
Kommenden Spielzeit der dritte Abstieg in Folge an.
"Wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben, aber es sind
schon ganz andere Mannschaften mit mehr Qualität durchgereicht
worden. Im Laufe einer Saison kann sehr viel passieren."
Spieler-Trainer Cüneyt Karaca mag keine wirkliche Prognose
abgeben. Mitte der abgelaufenen Saison wurde der Coach der Zweiten
befördert und sollte in der Bezirksliga retten, was sich nicht
mehr retten ließ. Tabellenletzter, acht Punkte Rückstand
und dazu eine Tordifferenz von 11:61. Unter Karaca stabilisierte
sich das Team, holte noch weitere 17 Punkte, erzielte eine positive
Torbilanz und belegte in der Rückrundentabelle einen sicheren
11. Platz. Belege, dass der Klassenerhalt in der Hinrunde unter
Christoph Senf und Maciej Gomula verspielt wurde.
Nun also die Kreisliga A. Ein Terrain, das Karaca bekannt ist und
seiner Mannschaft. Die vorzeigbare Bilanz der
Bezirksligarückrunde erzielte Karaca nämlich vorwiegend
mit seiner Kreisliga-Truppe, die dem Coach folgte und immer noch
beisammen ist. Auch wenn Team und Trainer einander kennen gibt es
Optimierungsbedarf. "Wir haben eine gute erste Elf, aber in
der Breite sind wir nicht zufrieden stellend besetzt. Eine Saison
ist lang, da gibt es Ausfälle durch Verletzungen, Karten,
Krankheitsfälle, Beruf und sonst was. Die Bank spielt eine
wichtige Rolle. Und da müssen wir nachbessern. Spätestens
in der Winterpause."
Besonders in der Innenverteidigung fehlen Karaca die Alternativen
zu den gesetzten Spielern Daniel Thomas und Mert Tengerseck.




